Checkliste für Webmaildienste
Die bei einem Internetprovider eingerichtete E-Mail-Adresse ist kurzlebig, denn sobald man den Anbieter wechselt, benötigt man eine neue. Ähnlich verhält es sich mit dem E-Mail-Account beim Arbeitgeber oder bei einer anderen Stelle. Ist man dort nicht mehr tätig, hat man keine E-Mail-Adresse mehr. Eine Lösung bieten so genannte Webmaildienste (z.B. web.de oder gmx.de), bei denen der Nutzer unabhängig von Provider oder Arbeitgeber Zugriff auf die eigenen E-Mails hat – und zwar von jedem beliebigen Rechner auf der Welt, sofern dieser einen Internetzugang hat.
Bei der Einrichtung des privaten E-Mail-Accounts bei einem Webmaildienst sind einige wichtige Punkte zu beachten. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, worauf Sie achten sollten.
1. Persönliche Daten
- Machen Sie nur die für den Dienst unbedingt erforderlichen Angaben.
- Bei kostenlosen Webmail-Anbietern sind dies in der Regel lediglich Nutzername und Passwort.
2. E-Mail-Adresse und Passwort
- Wenn Sie eine E-Mail-Adresse mit Ihrem vollen Namen wählen, sind Spam-Nachrichten mit persönlicher Anrede vorprogrammiert. Erfinden Sie lieber eine E-Mail-Adresse, die keine Rückschlüsse auf Ihren Namen zulässt.
- Falls Sie gern an Gewinnspielen teilnehmen oder Mailings erhalten, legen Sie dafür eine spezielle E-Mail-Adresse an, die Sie im Zweifelsfalle leicht wieder löschen können.
- Das Passwort sollte aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Gestalten Sie es nicht zu einfach und verwenden Sie auf keinen Fall Ihren Namen oder den Benutzernamen.
3. Login und Logout
- Speichern Sie Ihr Passwort nicht, wenn Sie bei der Anmeldung danach gefragt werden. Es erscheint sonst automatisch, wenn der Nutzername eingegeben wird.
- Verlassen Sie den Webmaildienst immer über den Button „Logout“. Wenn Sie nur das Browserfenster schließen, bleibt Ihr Account aktiv.
4. Sicherheitsfunktionen
- Grundsätzlich sollte Ihr Computer mit folgenden Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet sein: SSL-Zugang, Virenscanner, Spam-Filter, Nachrichtenverschlüsselung.
- Die SSL-Verbindung sollte beim Login und während der gesamten Sitzung bestehen.
- Nutzen Sie einen Dienst, der aktive Inhalte und HTML-Mails nicht ungefragt zulässt.
5. Rechtssicherheit
- Lesen Sie vor Abschluss des Vertrags die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzerklärung – auch wenn diese lang und umständlich formuliert sind.

